FRANK HESSE YOGA
UNTERRICHT

Klassen im Yoga Haus

Das Yoga Haus, Freyastrasse 6a, 8004 Zürich

Montag, 20–21:30 Uhr: Männeryoga. Für jedes Level geeignet.

Freitag, 18–19:30 Uhr: Hatha Yoga. Für jedes Level geeignet. Diese Klasse wird live gestreamt.

Normalerweise unterrichte ich vier Klassen pro Woche im Yoga Haus. Gerade schlagen wir uns noch mit den Nachwirkungen der Coronakrise herum, daher sind es im Moment nur zwei. Wir hoffen, dass wir bald wieder zum Normalzustand zurückkehren können.

STIL

Ich unterrichte ein Mischung aus Flowsequenzen und länger gehaltenen Stellungen. Bei den Flowsequenzen wechseln wir, in Verbindung mit Ein-und Ausatmung, fließend von einer in die andere Stellung, so wie etwa beim Sonnengruß. Bei den länger gehaltenen Positionen gestalten wir diese dynamisch, indem wir mit Hilfe von Konzentrations- und Atemtechniken immer tiefer in die Dehnung Richtung Endstellung sinken (wie etwa bei Paschimottanasana, der Vorwärtsbeuge im Sitzen).
Ich vermittle nur das, was ich selber erfahren habe. Sanskrit-Bezeichnungen der Positionen werden in Verbindung mit den deutschen Begriffen genannt. Auf diese Weise ist es den TeilnehmerInnnen nach einer Weile möglich, auch internationale Yogaklassen zu besuchen.

HATHA YOGA

Wenn man hier bei uns von Yoga redet, meint man in der Regel Hatha Yoga. Dieses ist, wenn man in einem Studio damit anfängt, zunächst einmal eine Art Sport*. Es unterscheidet sich allerdings von anderen Disziplinen in dessen Bezug auf unser sonstiges Leben. Während wir uns bei Letzteren mit zunehmender Übung vor allem innerhalb der Sportart steigern, während unser übriges Leben relativ unberührt bleibt, entwickelt Yoga genau da seine Strahlkraft: Wir werden besser im Leben, unser Leben wird besser, weil wir uns mit zunehmender Praxis immer mehr mit diesem verbinden. Wir verstehen unser Leben besser, wir verstehen uns besser, indem wir bei unserer Praxis immer wieder wieder an unsere Grenzen gehen, diese immer besser kennenlernen und dabei stetig erweitern. Wir gehen in Positionen, die wir im normalen Leben meiden, weil wir sie als unbequem empfinden. Dabei merken wir, dass wir es mit Hilfe von entsprechenden Konzentrations- und Atemtechniken tatsächlich ganz gut in diesen aushalten können, ohne dass uns etwas Schlimmes passiert. Damit verändern wir den Einfluss, den die Signale, die uns Körper und Geist senden, für unser Leben haben, indem wir in unserer Praxis lernen, genauer hinzusehen und so die Signale besser zu unterscheiden. Dann können wir es genießen, wenn in vormals unbequemen Haltungen unsere Muskeln gedehnt werden und wir damit zur Entspannung finden. Wir lösen Verkrampfungen und merken, dass wir Energie gewinnen, wenn der Körper in ein harmonisches Gleichgewicht kommt, weil wir diese nicht mehr für ineffiziente Schonhaltungen aufbringen müssen. Auf diese Weise kommt es nach und nach zu Neubewertungen der oben benannten Signale, und die Vorlieben und Abneigungen, die unser Leben prägen, verlieren an Schärfe. Wir müssen den Dingen, die wir mögen, nicht weiter auf Gedeih und Verderb hinterherrennen, und genau so wenig vor denen panisch flüchten, die wir nicht mögen. Sondern wir können uns immer mehr von diesem Reiz-Reaktions-Schema befreien und die Dinge des Lebens in aller Gelassenheit so annehmen, wie sie kommen. Wir üben das, indem wir in der Asana, dem Atemrückhalt, unserem Mantra bleiben. Wir müssen nicht mehr rennen, sondern können da sein, wo wir sind; uns selbst annehmen und darin Frieden und Freiheit finden.

* Es ist bei uns eine gesellschaftliche Realität, Hatha Yoga in den Sportkontext einzuordnen, und die meisten Besucher dieser Seite werden sich wohl in dieser wiederfinden. Im yogainternen Kontext unterscheidet sich Hatha, von anderen Yogawegen verkürzt gesagt dadurch, dass hier die Bedeutung des Körpers und der eigenen Erfahrung stärker im Vordergrund steht. Beim Raja, Jnana, Karma und Bhakti Yoga konzentriert man sich eher auf die geistigen Aspekte als auf die körperlichen und folgt eher Leitsätzen statt der eigenen Erfahrung. Das Ziel ist jeweils das gleiche: Die Bewegungen des Geistes zur Ruhe zu bringen (Yoga Sutra I-2).

MÄNNERYOGA

Am Anfang war das Männeryoga eher so etwas wie ein interner Witz. Da meine erste Yogagruppe im Yoga Haus fast ausschließlich von Männern besucht wurde, hieß es bald: „Frank macht da sein Männeryoga…“. Doch mit der Zeit und nach einigen Gesprächen mit yogainteressierten Männern verfestigte sich die Überzeugung, dass eine Yogastunde, die sich in erster Linie an Männer richtet, gar keine schlechte Idee ist. Denn, gerade wenn Männer anfangen, Yoga zu praktizieren, bringen sie meist andere sportliche Erfahrungen und körperliche Voraussetzungen mit als Frauen, die aber ihrerseits in der Regel die Mehrheit in den üblichen Yogaklassen bilden. Viele Yogastunden sind dann oft auf das Können und die Kenntnisse der weiblichen Teilnehmerinnen ausgerichtet. Wie die Gespräche ebenfalls ergaben, fühlen sich einige nicht so yogaerfahrene Teilnehmer in solchen Gruppen dann auch fehl am Platze. Männer und (generell) Menschen, die aus dem Kraft- und Ausdauersport kommen, sind zum Beispiel oft weniger beweglich, haben dafür aber in der Regel mehr Kraft. Beim Männeryoga orientieren wir uns stärker an den entsprechenden Möglichkeiten und Bedürfnissen. Neue Schüler*innen (das Männeryoga steht durchaus auch Frauen offen) profitieren besonders von den auf diese Kraft- und Bewegungsvoraussetzungen ausgerichteten Klassen. Da die meisten in dieser Gruppe mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben, ist es möglich, sich in konzentrierter, aber entspannter Atmosphäre intensiver mit den typischen muskulären Verkürzungen zu beschäftigen, das Augenmerk auf die Stärken der kraftvollen Haltungen oder auf die Schwachstellen beim Dehnen zu richten. Die Asanapraxis wird ergänzt durch Atemübungen und Meditation, Konzentrations- und Entspannungsübungen, die den  Umgang mit den Herausforderungen unseres Alltags verbessern.

Workshop MORNING PRACTICE

Yoga entfalltet seine volle Kraft vor allem dann, wenn du regelmässig übst. Es muss nicht besonders lange sein. Nur eine Viertelstunde täglich kann schon einiges bewirken. Es gilt: Lieber kürzer, dafür kontinuierlich, als länger und dafür nicht so häufig. Um die eigene Praxis besser in deinen Alltag zu integrieren, braucht es nicht viel. Wenn du eine eigene Matte hast, kannst du loslegen: Zuhause, auf Reisen, an einem Lieblingsort, in der Natur, wo immer du willst.
In dem Workshop zeigen wir dir eine einfache, aber effektive Abfolge von Assanas, Pranayama und Meditation, die wirklich jede(r) erlernen und für sich ausführen kann. Wir vermitteln die präzise und gefahrlose Ausführung einer Reihe von Grundstellungen und deren Wirkung.
Zusätzlich erhältst du ein Manual, an dem du dich orientieren kannst, wenn du danach alleine übst. Damit kannst du unabhängig von Lehrern und Videoanleitungen, Zeiten und Orten praktizieren, deinen Körper und Geist optimal auf deinen Tag vorbereiten. Das bedeutet auch, dass du dabei nicht mehr einem vorgegebenen Takt folgen musst, sondern frei bist, bei deinem Yoga deinen eigenen Rythmus zu finden, eigene Vorlieben zu erkunden und bestimmten Interessen mehr Raum zu geben. Und dass du von nun ab – aufbauend auf diesem Grundgerüst – deine Praxis Schritt für Schritt erweitern kannst und damit zu deinem eigenen Lehrer wirst.